Die Werbungskostenpauschale

Januar 22nd, 2012 @

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Mit Werbungskosten Steuern sparen

Mit der Anmeldung von Werbungskosten lassen sich aktiv Steuern sparen. So bleibt Ihnen mehr Netto vom Brutto. Aber was genau sind Werbungsksoten und wie lassen sich mit ihnen Steuern sparen?
Hier erfahren Sie, was es mit den Werbungsksoten auf sich hat und was der Werbungskostenpauschbetrag ist.

 

Was sind Werbungskosten

Anders, als oft verbreitet, handelt es sich rechtlich gesehen bei Werbunskosten um keine Steuervergünstigungen. Stattdessen kommt durch Werbungskosten das im Steuerrecht geltende Nettoprinzip zum Ausdruck: Versteuern werden demnach Netto-Einkünfte, also die Einnahmen

abzüglich der dafür aufgebrachten Ausgaben.

Wann und wo entstehen Werbungskosten?

Werbungskosten können nur dort entstehen, wo Sie auch Einkünfte erwirtschaften. Gewinne von Unternehmen sind beispielsweise keine (persönlichen) Einkünfte weshalb hier keine Werbungskosten abgezogen werden können. In Deutschland gelten die folgenden Einkunftsarten:

  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen (nur bis 2008)
  • Sonstige Einkünfte

Einkünfte aus Kapitalvermögen, also z.B. Zinsen oder Dividenden, ließen sich nur bis einschließlich 2008 als Werbunskosten anmelden.
Die rechliche Grundlage der Werbungskosten ist in den Paragraphen 19 bis 22 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) festgehalten.

Was gilt als Werbungskosten?

Die folgenden Ausgaben, lassen sich grundsätzlich als Werbungskosten deklarieren. In Einzelfällen, gelten allerdings sehr spezielle Einschränkungen. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie lieber bei Ihrem Finanzamt oder Ihrem Steuerberater nach!

  • Fortbildungskosten
  • Bewerbungskosten
  • Kontoführungsgebühren
  • Internetanschluss
  • Beiträge zu Berufsverbänden (Gewerkschaftsbeiträge)
  • Prozesskosten bei Verfahren vor dem Arbeitsgericht
  • der berufliche Anteil an einer Rechtsschutzversicherung
  • die berufliche Haftpflichtversicherung
  • der berufliche Anteil an einer Unfallversicherung
  • Kosten für Arbeitsmittel (Werkzeug, Bücher, Bürobedarf)
  • Kosten für ein Arbeitszimmer und dessen Ausstattung
  • Kosten für Arbeits- und Dienstbekleidung
  • Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Entfernungspauschale)
  • Kosten der doppelten Haushaltsführung

Werbungskostenpauschbetrag

Damit bei den Finanzämtern kein übermäßiger Verwaltungsaufwand entsteht, hat der Gesetzgeber eine Pauschale eingeführt: Der Werbungskostenpauschbetrag bedeutet für Sie, dass Sie erst nachweispflichtig sind, wenn ihre Werbungskosten den Pauschbettrag übeteigen. Sie müssen demnach erst dann Rechungen und Belege einreichen.
Der Werbungskostenpauschbetrag liegt 2012 für Arbeitnehmer/innen bei 132,-€ pro Jahr. Nicht zu verwechseln ist der Werbungskosten pauschbetrag mit dem Arbeitnehmerpauschbetrag. Hier gelten die folgenden Pauschalen:

  • 2010: 920,-€
  • 2011: 1000,-€
  • 2012: 1000,-€

 

Image: Arvind Balaraman / FreeDigitalPhotos.net